„Ihr macht es mir nicht leicht zu gehen!“

von | Jan 31, 2024

Dass ein Pfarrer über 30 Jahre in einer Kirchengemeinde seinen Dienst verrichtet, ist eine nichtalltägliche Begebenheit. 33 Jahre war Detlef Meyer Pfarrer in Merkendorf und Hirschlach. Nun wurde er von seinen beiden Gemeinden, dem Dekanat und der Stadt in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Voll war sie an diesem Nachmittag, seine Stadtkirche „Zu unserer lieben Frau“, in der Pfarrer Detlef Meyer unzählige Gottesdienste in einfühlsamen und klaren Worten gefeiert hat, oft mit einer Prise Humor. „Seine“ Schäfchen sind ihm ans Herz gewachsen, die vielen Kinder, die er getauft, die vielen jungen Menschen, die er konfirmiert, die vielen Paaren, die er getraut und die vielen Menschen, die er auf ihrem letzten Weg hinaus auf den Friedhof begleitet hatte.  

An diesem Sonntag entpflichtete ihn Dekan Klaus Mendel von seinem Dienst.

 

 

Nun waren alle Weggefährten aus drei Jahrzehnten versammelt. 1991 kam der Burgbernheimer nach seinem Vikariat in Hirschaid in eine „von Traditionen gefestigte Landgemeinde“, wie er es selbst einmal ausdrückte.

 

 

 

 

 

Vieles hat Detlef Meyer in seiner langen Dienstzeit in Merkendorf, Wolframs-Eschenbach und Hirschlach gesehen und mitbegleitet. „Merkendorf ist uns zur liebenswerten Heimat geworden!“ Hier wuchsen seine beiden Kinder auf, hier haben ihn die Menschen mit seiner Frau Margot von Anfang an unterstützt und sind ihm mit Offenheit begegnet. Die fränkische Landgemeinde nahm ihn auf, den jungen Pfarrer, den sie sich nicht ausgesucht und der sich Merkendorf nicht ausgewählt hatte: „Ein ziemlich unerfahrenes Früchtchen haben Sie damals in Ihre Mitte genommen“, schmunzelte Meyer später im Bürgerzentrum. Doch er bekannte: „Es ist ein kostbares Privileg Gottes Wort als Pfarrer weitergeben zu können.“

   Die festliche Verabschiedung wurde im Bürgerzentrum fortgesetzt. Zahlreiche Redner und Aufführungen des Kirchenvorstands, des Kindergottesdienstteams und der Chöre wechselten sich ab und zeigten Detlef Meyer, dass auch sie dankbar sind für die 33 Jahre Dienstzeit.

 

Und der Stadtpfarrer bekannte: „Ihr macht es mir nicht leicht fortzugehen!“

Nun beginnt die Vakanz-Zeit, in der Pfarrer Michael Babel aus Haundorf die Kirchengemeinde leiten wird. Ein Nachfolger für die erste Pfarrstelle ist indes noch nicht gefunden. Wir hoffen auf einen Bewerber, der sich genauso (lange) wohlfühlen wird wie sein Vorgänger, denn Pfarrer Meyer hat es geschafft, der dienstlängste Geistliche seit dem 18. Jahrhundert in Merkendorf zu sein.

Text u. Fotos: Daniel Ammon

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